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Der Verein Eichsfeld Aktiv - Gesellschaft zur Entwicklung des Ländlichen Raumes im Eichsfeld e.V. führt, getragen durch die Arbeitsgruppe Forum Fachwerk Eichsfeld, gemeinsam mit der LEADER RAG Eichsfeld eine Veranstaltungsreihe zum Thema Baukultur & Demografischer Wandel im Eichsfeld durch. Informationen dazu hier auf dieser Seite bei Veranstaltungen und in der Informationsbörse.

Bei einem alten Haus ist gerade bei den steigenden Heiz­kosten der Energie­bedarf ein wichtiges Kriterium. Daher kommt es gerade im Altbau darauf an geschickte wärmedämmende Massnahmen zu ergreifen, die die Bausubstanz erhalten.

12 05 03Fürstenhagen: Abschlussvorträge FFEeranstaltungsreihe: Fürstenhagen: Abschlussvorträge FFE

Musterhaus

Am 3. Mai 2012 um 19:00 Uhr im Naturparkzentrum in Fürstenhagen findet  mehr

12 04 25LEHMBAU-TAGUNG in Parensen

Tagung Netzwerk Lehm

EINLADUNG ZUR LEHMBAU-TAGUNG in 37176 Nörten-Hardenberg/Parensen Mittw  mehr

12 04 05Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak: Sanierung eines Fachwerkhauses – energetisch optimiert oder traditionell ?

Wesselak vorher-nachher

Vortrag: Fachwerk energetisch sanieren – ein Fallbeispiel  mehr

 4.3.05 Handwerkerstammtisch in Heiligenstadt Norddeutscher Hofdatum : 20.04.2005 autor : G.Papke 

Eine gute Resonanz fand die Einladung des Forums Fachwerk Eichsfeld (FFE) zu einem „Runden Tisch“ für Handwerke und Ingenieure, die regional in der Denkmalpflege, Fachwerksanierung und im ökologischen Bauen tätig sind. Immerhin 15 Handwerker unterschiedlicher Gewerke und Ingenieure sind der Einladung des FFE am vergangenen Freitag in den Norddeutschen Bund in Heiligenstadt gefolgt und nahmen die Gelegenheit wahr, das FFE kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

Ziel der Veranstaltung war es, innerhalb von bauplanenden und bauausführenden Personen und Firmen eine Lobby für den fachgerechten Erhalt der regionaltypischen  Fachwerkbauweise zu initiieren, denn die ländliche Struktur des Eichsfeldes wird entscheidend von historischer Bausubstanz im Fachwerkstil geprägt, die es zu erhalten gilt. Die Anwesenden haben unterschiedliche Erwartungen und Ideen an eine Plattform geäußert:  So wurde beispielsweise eine gewerkübergreifende Lehrlingsausbildung im Fachwerkbau angeregt, die durch verschiedene Projekte im Rahmen des Forums Fachwerk Eichsfeld umgesetzt werden könnten. Die Ausbildung von angehenden Handwerkern könnte so auf interessante Weise bereichert werden.

Wichtig sei ebenso eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit, denn die Schönheiten und Besonderheiten des historischen Eichsfeldes werden in Bezug auf den hohen Fachwerkbestand oft genug unterschätzt und sogar verkannt. Vieles, was nach fachgerechter Sanierung in neuem Glanz erstrahlen könnte, wird oftmals dem Abriss oder einer substanzzerstörenden Umbau preisgegeben. Dabei ist bei gezielter fachgerechter Planung und der Anwendung  traditioneller Handwerkstechniken und Baumethoden eine behutsame Sanierung oftmals günstiger als Abriss und Neubau bzw. „Entkernung“ und Totalsanierung. Zugleich wird auf diese Weise nach Meinung vieler Anwesenden ein wichtiger Beitrag des Forums zum Erhalt und Förderung der regionalen Handwerkskunst geleistet.

Um bereits die Jüngsten anzusprechen, sollen auch die Schulen im Landkreis einbezogen werden: Projekte, die sich mit den Thematiken Fachwerkerhaltung und Schutz von Kulturgut befassen, sollen dort veranstaltet werden.

Angedacht ist ebenso eine regionale Firmenpräsentation von Handwerkern und Ingenieuren, die auf diesem Gebiet tätig sind. Überdies könnte eine Repräsentation des Eichsfelder Handwerks auch auf überregionalen und bundesweiten Veranstaltungen, zum Beispiel auf der Denkmalmesse, durch das FFE koordiniert werden.

Die Mitarbeiter des FFE, ein Projekt im Rahmen des Bundesprojektes „Eichsfeld Aktiv“, stießen bei ihrer bisherigen Arbeit auf Probleme im Zusammenhang mit bedrohter Bausubstanz, die zum Teil im öffentlichen Bewusstsein noch nicht erkannt wurden: Einerseits wächst im Internetportal www.forum-fachwerk-eichsfeld.de beinahe täglich die Anzahl der Häuser, die nicht mehr genutzt werden und die zum Teil dringend einen neuen Nutzer und Erhalter suchen. Andererseits gibt es viele wertvolle Baudenkmäler, die aufgrund eines fehlenden Sanierungs- und Nutzungskonzeptes beseitigt werden sollen. Dazu gehört zum Beispiel das Geburtshaus des Bekennerbischoffs Konrad Martin im südeichsfeldischen Geismar. Um hier in rettender Weise tätig zu werden und derartige Gebäude für die Nachwelt zu erhalten, sind die Mitarbeiter des FFE dabei, Ideen zu sammeln und deren Machbarkeit mit Entscheidungsträgern zu diskutieren. So sollte es im Notfall möglich sein, bedrohte Gebäude am angestammten Bauplatz abzubauen und an andere Stelle wieder aufzubauen. Erfahrungen hierzu gibt es von Freilichtmuseen.

Der nächste „Runde Tisch“ wird am Freitag, den 8. April 2005 um 20.00 Uhr auf dem Gut Beinrode bei Kallmerode veranstaltet. Handwerker und Ingenieure, die Interesse an der Idee des FFE und dessen Ziele unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen.

 

Mackenrode, 5.3.2005

 

gez. Barbara Töpfer-Werner, Projektleiterin FFE