Am 21.01.2004 stellte Herr Dr. Christian Schade seine neuesten Ergebnisse der Hausforschung in und um die historische Region Eichsfeld dar.
Im historischen Vortragssaal unter dem Dach des alten Rathauses im Barockgarten in Heiligenstadt lauschten ca. 60 Fachwerkinteressierte den mit viel Einsatz gewonnenen Ergebnissen der Hausforschungsaktivitäten der Forschergruppe um Dr. Schade.
Eine gelungene Veranstaltung!
Thüringische Landeszeitung vom 25.01.05 Seite ZAHS225
Ressort: Lokales Heiligenstadt
Fachwerkhäuser
zieren Eichsfeld
Dr. Schade eröffnete Vortragsreihe
Heiligenstadt. (tlz/dg) Erhaltung von Fachwerkgebäuden an Ort und Stelle
und deren ökologische und fachgerechte Sanierung dafür steht Forum Fachwerk
Eichsfeld. Nun informiert das Forum mit einer Vortragsreihe über den
Fachwerkbau. Den Auftakt dieser insgesamt fünf Veranstaltungen umfassenden
Informationsreihe machte Dr.Christian Schade aus Reinhausen Freitagabend im
Alten Rathaus in Heiligenstadt unter dem Thema Traditionelle Entwicklung
des Fachwerkhauses im Eichsfeld sowie Hausforschung. Im Publikum fanden
sich im voll besetzten Saal Architekten, Ingenieure und viele interessierte
Bauherren.
Dr.Schade, der sich mit dem Thema seit über zehn Jahren beschäftigt, gab
mit repräsentativen Beispielbildern einen zeitlichen Querschnitt durch die
Jahrhunderte des historischen Fachwerkbaus. Dabei ging er auf Methoden der
Altersbestimmung ein, wie zum Beispiel die dendrochronologische
Untersuchung, bei der sich an Hand einer Holzprobebohrung die Jahresringe
das Alter des Holzes feststellen lassen und somit Rückschlüsse auf das
Baujahr des Gebäudes gemacht werden können.
Besonderheiten des Eichsfelder Fachwerkbaus, die es zum Teil nur noch
hier zu sehen gibt, wurden dabei heraus gestellt. Wegen der ländlichen
Prägung des Eichsfelds gebe es nur wenige verzierte oder herausragend
gestaltete Häuser. Aber obwohl sie auf den ersten Blick unscheinbar sind,
haben sie doch gerade durch die kleinen, einzigartigen konstruktiven
Details eine unersetzbare Bedeutung für die Hausforschung, sagte der
Referent.
Er betonte, dass leider kaum eines der vorgestellten Häuser bis heute in
seiner originalen Form erhalten ist. Ein Großteil der heutigen Besitzer
historischer Fachwerkhäuser habe eine positive Einstellung gegenüber
Denkmalschutz und setze alles daran, die Gebäude in ihrem jetzigen Zustand
zu bewahren, lobte Dr. Schade. Der nächste Vortrag wird am 17. Februar auf
dem Gut Herbigshagen gehalten.
Datenbank TLZ
Dokumentennummer: 20050125_ZAHS225_FAH