12 05 03Fürstenhagen: Abschlussvorträge FFEeranstaltungsreihe: Fürstenhagen: Abschlussvorträge FFE
Am 3. Mai 2012 um 19:00 Uhr im Naturparkzentrum in Fürstenhagen findet mehr
12 04 25LEHMBAU-TAGUNG in Parensen
EINLADUNG ZUR LEHMBAU-TAGUNG in 37176 Nörten-Hardenberg/Parensen Mittw mehr
12 04 05Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak: Sanierung eines Fachwerkhauses – energetisch optimiert oder traditionell ?
Vortrag: Fachwerk energetisch sanieren – ein Fallbeispiel mehr
- Startseite
- Informationsbörse
- Presse
- 12.04.2005: TA Abbau des Konrad Martin Hauses
Stück für Stück wird seit gestern das Konrad-Martin-Haus in Geismar auseinander genommen. Das kirchengeschichtlich wertvolle Gebäude soll in Bornhagen so lange zwischengelagert werden, bis ein Platz für den Wiederaufbau gefunden sein wird. Am 18. Mai 1812 war in dem Haus mit der Nr. 134 der spätere Bekennerbischof Konrad Martin geboren worden, der im Eichsfeld auch mit dem nach ihm benannten Kreuz auf dem Hülfensberg verehrt wird. Von Frank BÖRNER GEISMAR. Acht Mitarbeiter des Ländlichen Entwicklungszentrums im Gut Beinrode haben gestern damit angefangen, das Konrad-Martin-Haus an der ebenfalls nach dem Bekennerbischof benannten Straße in Geismar abzubauen. Damit soll nun noch Schlimmeres verhindert werden. Denn das seit einigen Jahrzehnten leer stehende Gebäude droht zusehends zu verfallen. Jetzt wird das Gebäude in seine Einzelteile zerlegt. Fenster, Türen und die Balken des klassischen fränkischen Fachwerkbaus werden nummeriert. Anno 1770 steht auf einer verzierten Haustür. "Das dürfte sich aber nur auf den jüngeren Teil des Hauses beziehen", sagt Peter Mähler vom Forum Fachwerk der Firma Holzbau Bode. Er betreut den Abbau fachmännisch. Vom älteren Teil des Gebäudes schätzt er, dass er zwischen 1660 und 1700 gebaut wurde. Die Einzelteile sollen nach Angaben von Peter Mähler in Bornhagen eingelagert werden. Bislang geht man noch davon aus, dass das Konrad-Martin-Haus wieder aufgebaut werden soll. "In örtlicher Nähe zu Geismar", wie gesagt wurde. Doch noch steht nichts fest. "Wir hoffen, dass sich ein würdiger Platz für den Wiederaufbau findet", so formulierte es gestern auch Günter Henning, der Projektleiter im Gut Beinrode, dessen Mitarbeiter den Abbau besorgen.Besonders wertvoll für Geismar und darüber hinaus ist das Gebäude, weil es das Geburtshaus des Bekennerbischofs Konrad Martin war, der im Eichsfeld überaus verehrt wird. Noch immer gehört für Hülfensberg-Pilger ein Abstecher vor das Geburtshaus des Bischofs im Ortszentrum von Geismar unbedingt dazu. Vier Jahre lebte der am 18. Mai 1812 geborene Konrad hier. Dann siedelte seine Familie 1816 ins benachbarte Lengenfeld/Stein um. Bischof Konrad Martin starb am 16. Juli 1879 in Belgien. Er wurde im Dom von Paderborn bestattet. Nachforschungen zufolge war das Haus Am Damm 134 bis 1914 als Schule genutzt worden. Danach wurde es wieder zum Wohnhaus. Ab den siebziger Jahren stand das Gebäude leer und wurde zeitweise als Übungsraum für die Blaskapelle genutzt, schreibt Dr. Heinrich Walsmann in einem Anfang 2005 veröffentlichten Bericht.1912 hatte es aus Anlass des 100. Geburtstages von Bischof Konrad Martin eine Feierstunde vor dessen Geburtshaus in Geismar gegeben. Dabei war eine Gedenktafel (Bild) angebracht worden. Die Innschrift war später mit Gold ausgelegt worden. Damit diese Tafel aus schwarzem Granit nicht bei den Abrissarbeiten verschwindet, hat sie sich Bäcker Heinz Althaus abmontieren lassen. "Sicher ist sicher. Die gebe ich im Pfarramt ab", sagte er gestern. | ||||||
Pressemitteilung-download
zurück