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Der Verein Eichsfeld Aktiv - Gesellschaft zur Entwicklung des Ländlichen Raumes im Eichsfeld e.V. führt, getragen durch die Arbeitsgruppe Forum Fachwerk Eichsfeld, gemeinsam mit der LEADER RAG Eichsfeld eine Veranstaltungsreihe zum Thema Baukultur & Demografischer Wandel im Eichsfeld durch. Informationen dazu hier auf dieser Seite bei Veranstaltungen und in der Informationsbörse.

Bei einem alten Haus ist gerade bei den steigenden Heiz­kosten der Energie­bedarf ein wichtiges Kriterium. Daher kommt es gerade im Altbau darauf an geschickte wärmedämmende Massnahmen zu ergreifen, die die Bausubstanz erhalten.

Baukultur und Naturschutz – ein spannungsreicher Bogen von Flächenversiegelung bis ökologisch Bauen

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Thüringer Allgemeine berichtet über FFE Aktivitäten

FFE: Papke Foto v E. Jüngel TA

Immer noch warten viele Fachwerkhäuser auf Sanierung  mehr

Haus gerettet in Sickenberg

Marcel Bode am Werk

In Sickenberg wurde ein Haus gerettet!!!

 

TA-Text:

Vom Verfall bedrohte Fachwerkhäuser zu retten, das haben sich das Forum
Fachwerk Eichsfeld und die Thüringer Allgemeine in einer gemeinsamen
Initiative vorgenommen. Die Bemühungen tragen erste Früchte. Für einen 200
Jahre alten Vier-Seit-Hof in Sickenberg gibt es eine Interessentin, und die
beginnt bereits, ihre Ideen umzusetzen.


Von Natalie HÜNGER

SICKENBERG.
Grimms Märchen Hänsel und Gretel hätte in Sickenberg spielen können. Hier
gibt es ganz in der Nähe einen Wald und gleich neben der Streuobstwiese ein
Gehöft mit Backhaus. In den Ofen würde eine Hexe der Länge lang reinpassen.
Zufall? Das kleine Dörfchen liegt an der Deutschen Märchenstraße. Und
hierher hat es nun Kristina Bauer verschlagen. Die Agraringenieurin will
Göttingen verlassen und in den märchenhaften Vier-Seit-Hof ziehen, der
allerdings erst gründlich saniert werden muss.
Nicht nur für sie, auch für die engagierten Mitglieder des Forums Fachwerk
Eichsfeld geht damit ein großer Wunsch in Erfüllung. Denn das Forum will
solche alten Gehöfte vor dem Verfall retten und andererseits Leuten helfen,
die genau so ein Objekt suchen und wieder aufbauen möchten. In Sickenberg
ist dies nun gelungen.
Der landwirtschaftliche Hof ist fast 200 Jahre alt, das belegt die Inschrift
auf einem der Grundmauernsteine. Bis vor etwa fünf Jahren lebte in dem
herrschaftlichen Anwesen eine Rentnerin, zwar großzügig, aber mit wenig
Komfort. Wie im 19. Jahrhundert gibt es hier kein Bad, sondern draußen ein
Plumpsklo. Das Wasser kommt aus einer Quelle, und geheizt wird mit Öfen.
Strom gibt es aber schon, zeigt sich Kristina Bauer begeistert von der
Atmosphäre des Gehöfts. Das Wohnhaus hat eine Grundfläche von 17 mal 9
Metern. Die Zimmer sind geräumig und haben auch eine komfortable Höhe  eher
ungewöhnlich für ein Fachwerkhaus. Die neue Besitzerin möchte hier ein
Hofcaf und Gästezimmer einrichten  ganz nach dem Motto Ferien auf dem
Bauernhof. Zu dem Hof gehören außerdem ein Torhaus, ein Stall, das Backhaus
und ein Wagenschuppen  inzwischen eher selten zu finden. An dem ganzen
Ensemble wurde seit seiner Erbauung nicht allzu viel gemacht, stellte
Zimmermann Marcel Bode fest. Ein wahrer Glücksfall, denn so wurde auch
nichts verschlimmbessert. Und so kommt Bode ins Schwärmen, wenn er sich die
alten Holzfenster mit einzeln zu öffnenden Oberlichtern ansieht oder die
Tapete aus dem 19. Jahrhundert, die an den Wänden zum Vorschein kommt. Sogar
Wandmalereien haben die Handwerker schon freigelegt. Die möchte die
Bauherrin als Fresco erhalten. Zum Hof gehört ein großer Garten und eine
3500 Quadratmeter große Streuobstwiese  beste Voraussetzungen für die
biologische Wirtschaftsweise, die Kristina Bauer hier einführen will. Sie
möchte alte Kulturpflanzen anbauen und fast vergessenen Nutztierrassen
wieder ein Zuhause geben. Mit dem Garten hat sie schon angefangen, und, wie
sie verrät, auch gerade ein Gartenbuch über den Anbau von Gemüsepflanzen im
Ulmer Verlag veröffentlicht.
Etwa ein Jahr wird es wohl dauern, bis das denkmalgeschützte
Fachwerk-Ensemble fit für die Zukunft ist. Die Eigenleistung werde sich wohl
auf die Außenanlagen beschränken, schätzt Kristina Bauer. An die Gebäude
lasse ich lieber die Fachleute ran.
Barbara Töpfer-Werner, die Geschäftsführerin des Forum Fachwerk Eichsfeld,
wünschte der neuen Besitzerin des Hofes gestern viel Glück. Natürlich hofft
sie, bald noch mehr solcher Erfolgsgeschichten verkünden zu können. Wer
ebenfalls ein altes Fachwerkhaus retten möchte oder eines anzubieten hat,
der kann sich auf der Webseite des Forums informieren unter:

TA-Internetservice:
www.forum-fachwerk-eichsfeld.de

  Impressionen des Vier-Seit-Hofes in Sickenberg sind  im Internet in einer
TA-Dia-Schau zu sehen, und zwar unter:

TA-Internetservice:
www.thueringer-allgemeine.de/eichsfeld


Neue Besitzerin Fr Bauer freut sich

Handwerken

Liebgewonnen