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Der Verein Eichsfeld Aktiv - Gesellschaft zur Entwicklung des Ländlichen Raumes im Eichsfeld e.V. führt, getragen durch die Arbeitsgruppe Forum Fachwerk Eichsfeld, gemeinsam mit der LEADER RAG Eichsfeld eine Veranstaltungsreihe zum Thema Baukultur & Demografischer Wandel im Eichsfeld durch. Informationen dazu hier auf dieser Seite bei Veranstaltungen und in der Informationsbörse.

Bei einem alten Haus ist gerade bei den steigenden Heiz­kosten der Energie­bedarf ein wichtiges Kriterium. Daher kommt es gerade im Altbau darauf an geschickte wärmedämmende Massnahmen zu ergreifen, die die Bausubstanz erhalten.

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Buchbesprechung: Lenze, Fachwerkhäuser sanieren...

Wolfgang Lenze: Fachwerkhäuser restaurieren – sanieren - modernisieren

Materialien und Verfahren für eine dauerhafte Instandsetzung

Das von Wolfgang Lenze geschriebene Buch ist im Fraunhofer IRB Verlag als Leitfaden zur Fachwerkhaussanierung erschienen. Die nach relativ kurzer Zeit notwendige 3.Auflage zeigt deutlich, dass ein großes Interesse an Fachbüchern über die Sanierung von alter Fachwerksubstanz besteht. Das Buch wendet sich wohl zuerst an den selbst mitbauenden, an der Erhaltung alter Bausubstanz interessierten privaten Bauherrn. Für fachkundige Architekten oder mit der Materie Vertraute finden sich in dem Buch wenig neue Erkenntnisse.

Der Autor beschreibt in übersichtlicher Weise die Instandsetzung eines Fachwerkhauses (4-Ständer-Hallenhaus) vom Keller bis zum Dachboden praxisnah. Abschnittsweise sind zusammenfassende Schlagwörter im Randbereich des Textes aufgeführt, die das Nachlesen ausgewählter Stellen erleichtern. Das Buch enthält eine ganze Reihe von Rezepten und Mischungen zu Mörtel, Putz und Farbe, die immer hilfreich sein dürften. Dazu werden an vielen Stellen der Instandsetzung mehrere Möglichkeiten zur Ausführung dargestellt und diskutiert. Hervorzuheben sind noch dienliche Bilder und Zeichnungen von Detailpunkten der Fachwerk- und Mauerwerksinstandsetzung, Ausschreibungstextbeispiele und die bildliche Erläuterung von oft begangenen Fehler. Der Autor versucht zudem viele Zusammenhänge, z. B. den Feuchtigkeitsaustausch eines Wandaufbaus oder das Heizverhalten in vergangenen Zeiten, nachvollziehbar zu erklären. Dies gelingt allerdings nur zu einem geringen Teil. Ein kapillar wirksamer Wandaufbau ist sicherlich diffusionsoffen und kann Feuchtigkeit transportieren. Sollen allerdings die Kapillarkräfte wirken, ist ein Wassergehalt notwendig, den sich keiner wünschen sollte. Dazu kommt, dass diese Kräfte nicht ausschließlich in die gewünschte Richtung wirken. Über das Heizverhalten in früheren Zeiten wird gesagt, dass Heizen teuer war und es deshalb nur ungenügend vorgenommen wurde. Man rückte einfach näher zusammen und ging früh zu Bett. So war das - oder etwa nicht ?

Die Feuchtigkeitsregulierung in einem Fachwerkhaus muss vor allem durch das Wohnverhalten, sprich Luftaustausch und Heizverhalten, erfolgen. Hier müsste eindringlicher darauf hingewiesen werden.

Nicht gerade positiv fällt auf, dass einerseits die Holzbauteile eines Fachwerkhauses erläutert und mit einem Fachbegriff definiert werden, andererseits diese Bezeichnung aber durch den Autor selbst einige Seiten weiter widersprüchlich verwendet werden.

Ganz entfallen sollten die Abschnitte über Kapillarsperren, da sie mehr schaden als nützen. Dieses Thema ist im HN oft behandelt worden.

In die vorliegende Neuauflage hätte die ENEV eingearbeitet werden können. Sie ist zwar für Denkmalbesitzer ohne Belang, jedoch für sonstige Althausbesitzer relevant.

Mit dem vorliegenden Buch ist es wie mit vielen Ratschlägen im Leben, man holt sich besser mehrere Meinungen ein, um für das anstehende Problem die geeignetste Lösung zu finden.

Das Buch "Fachwerkhäuser restaurieren – sanieren – modernisieren" ist als Einführung und als Ergänzung zu den auf dem Büchermarkt vorhandenen Fachbüchern zum Thema "Althausinstandsetzung" zu empfehlen.

Wolfgang Lenze: Fachwerkhäuser restaurieren – sanieren - modernisieren

Materialien und Verfahren für eine dauerhafte Instandsetzung

3. überarbeitete Auflage, 2004, 246 Seiten, 166 Zeichnungen und Abbildungen, fester Einband, Fraunhofer IRB Verlag, Euro 36,00, ISBN 3-8167-6431-2.

Christian Schade