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Der Verein Eichsfeld Aktiv - Gesellschaft zur Entwicklung des Ländlichen Raumes im Eichsfeld e.V. führt, getragen durch die Arbeitsgruppe Forum Fachwerk Eichsfeld, gemeinsam mit der LEADER RAG Eichsfeld eine Veranstaltungsreihe zum Thema Baukultur & Demografischer Wandel im Eichsfeld durch. Informationen dazu hier auf dieser Seite bei Veranstaltungen und in der Informationsbörse.

Bei einem alten Haus ist gerade bei den steigenden Heiz­kosten der Energie­bedarf ein wichtiges Kriterium. Daher kommt es gerade im Altbau darauf an geschickte wärmedämmende Massnahmen zu ergreifen, die die Bausubstanz erhalten.

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Bauphysik

Lehm Vorsatzschale

Bei einem Haus ist gerade bei den steigenden Heizkosten der Energiebedarf ein wichtiges Kriterium. Daher werden im Neubau immer mehr Niedrigenergiehäuser bevorzugt. Auch bei der Sanierung von Häusern hat das Erreichen eines geringeren Energiebedarfs Priorität.

Der Aufbau der Außenwände richtet sich heute überwiegend nach der optimalen  Wärmedämmung, die Eigenschaft der Wärmespeicherung bleiben meist unrelevant.

Da man mit einem Fachwerkhaus keinen Niedrigenergiehausstandart erreichen kann, gewinnt die Wärmespeicherung gerade bei dieser Bauweise an Bedeutung. Eine Fachwerkwand in unserer Region besteht aus den Materialien Holz und Lehm (meist mit Zuschlagstoffen). Holz hat recht gute Wärmedämmeigenschaften, dagegen ist Lehm (ohne weitere Zuschlagstoffe) ein schweres Wärme speicherndes Material. Die Stärke der Außenwände richtet sich nach den Verwendetet Balkenquerschnitten und ist meist 18cm - 20cm stark.

Eine Möglichkeit wäre, durch eine aufgebrachte Außendämmung die Eigenschaften der Wand zu verbessern, doch dann würde das Fachwerk hinter einer Dämmung verschwinden und das wäre sehr bedauerlich.

Bleibt nur noch die Innenseiten der Außenwände. Eine innen liegende Wärmedämmung ist allerdings problematisch, da man sich den so genannten „Taupunkt“ zu weit in die Konstruktion holen und es gerade bei verschiedenen Wandschalen es zu Kondensation in der Wand führen kann. Bei Fachwerkbauten kann es bei einem solchen Wandaufbau zu Feuchteschäden der Balken auf der Innenseite der Wand führen. Daher ist es Wichtig auf verschiedene Punkte zu achten:

  • Eine Innenschale sollte nicht Stärker als 12 cm sein.
  • Die Verbindung zwischen vorhandener Außenwand und Innenschale sollte homogen sein, damit ein ungestörter Wasserdampftransport von Innen nach außen möglich ist und keine Stelle entstehen kann  wo in der Konstruktion befindendes Wasser kondensieren kann.
  • Man sollte mit den gleichen Materialien der Wand arbeiten. In unserer Region ist das meist Lehm, teilweise mit Stroh vermischt auf Weidengeflecht oder in Form von Lehmsteinen. Da Lehm keine guten Wärmedämmeigenschaften hat, muss er mit Zuschlagstoffen angereichert werden. Da gibt es auf den heutigen Markt schon jede Menge Möglichkeiten. Das althergebrachte Material ist natürlich Stroh. Mit Lehm Vermischt erhält man Strohlehm, den man als Innenschale gut verwenden kann. Hierbei ist zu beachten, dass man eine lange Trockenzeit benötigt, sonst kann das Stroh auch in der Konstruktion verrotten, es ist somit nur im Frühjahr und im Sommer zu verarbeiten.  Weitere Materialien wären Blähglas, Blähton, Perlitte, Holzspäne und Blähschiefer.

 

Ein weiterer Vorteil einer Innenschale, wenn die den genannten Punkte berücksichtigt wurden, ist das Erreichen einer verbesserten Wärmespeicherung. Da der Querschnitt der Wand vergrößert wird.

Außenwände mit guten Wärmespeichereigenschaften können bei Sonnenstunden die Wärme aufnehmen und geben sie versetzt nach außen sowie nach innen wieder ab. Gerade in den Übergangszeiten wie Frühjahr und Herbst bei dem man eine hohe Tempreaturdifferenz zwischen Tag und Nacht hat, ist diese zeitversetzte Wärmeabgabe vorteilhaft. Tagsüber wärmt die Wand sich auf und gibt die Wärme am Abend und in der Nacht an den Raum ab. Man erreicht somit eine geringere Nachtabkühlung. Im Sommer verhindert dieser Wandaufbau eine Überhitzung der Räume, da speicherfähiges Material sehr träge reagiert und auch hier die Wärme zeitversetzt und bei optimalen Wandaufbau erst in der Nacht wieder abgibt. Auch im Winter gibt es zahlreiche Sonnenstunden, bei dem dieses Prinzip gleichermaßen funktioniert.

Eine Erhöhung der Wärmespeicherfähigkeit einer Fachwerkwand kann man durch eine Innenschale erreichen.

Eine so aufgebaute Wandkonstruktion verbessert in Gegensatz zu einem herkömmlichen Fachwerkwandaufbau die Eigenschaften der Wärmedämmung und Wärmespeicherung. 


Stampflehmwand